Nachhaltigkeit: Maxime erfolgreicher Unternehmen
Der Chef eines Teppichfliesenherstellers gab bereits 1995 bekannt, dass sein Konzern ab 2020 keine Umweltbelastungen mehr verursachen wolle. Damals spöttisch belächelt, ging das Null-Emissionen-Konzept dennoch auf: aktuell wurden die Emissionen der Firma bereits um 67% gesenkt.
Umweltschonung ist Erfolg versprechend: nach dem Börsencrash von 2008 waren es die nachhaltig orientierten Firmen, die am wenigsten einbüßten. Udo Steffens, Präsident der Frankfurt School of Finance and Management sagt dazu: „Raubbau an der Natur ist zwar kurzfristig gewinnträchtig, gefährdet aber langfristig die Existenz einer Firma.“
Die Managementberatung AT Kearney kann dieses Zitat mit Zahlen belegen - so lagen nachhaltigere Konzerne von Juni 2008 bis Juli 2009 um durchschnittlich sieben Prozentpunkte vor den nicht- ökologischen Firmen. Auch bei Banken, Industriefirmen und Automobilkonzernen spielt das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile eine große Rolle.
Bei den Kunden lässt sich dieser Trend ebenfalls beobachten: Die Nachfrage nach ressourcen-schonenden Angeboten steigt. Viele Anleger haben sich von umweltfreundlichen Konzepten bereits beeindrucken lassen. Nachhaltiges und vorausschauendes Handeln wird künftig alle Bereiche wirtschaftlichen Handelns beeinflussen. Immer mehr Unternehmen sehen ein, dass ohne eine konkrete Nachhaltigkeitsstrategie Wettbewerbsnachteile erwachsen.
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