Klimawandel regnet in Strippen
Sicher ist, dass die steigende CO² Konzentration für die Erderwärmung verantwortlich ist. Sicher ist ebenso, dass es verheerende Flutkatastrohen, zum Beispiel 2002 an der Elbe, 2010 in Pakistan und 2011 in Australien gegeben hat. Allein der wissenschaftlich belegte Zusammenhang beider Phänomene ließ bislang auf sich warten.
Jeder kennt die Argumente: Fluten hat es schon immer gegeben. Ein Zusammenhang von CO² Emissionen und Regenfällen sei hypothetisch. Nun wurde diese Hypothese in akribischer Kleinarbeit durch zwei Studien überprüft und die Ergebnisse in der Zeitschrift Nature (Band 470, (316) 2011) veröffentlicht. Die Wissenschaftler haben umfangreiche Computer Simulationen mit Klimamodellen, meteorologischen Aufzeichnungen und wahrscheinlichkeitstheoretischen Berechnungen kombiniert. Sie haben sehr wohl einen Zusammenhang zwischen den extremen Niederschlägen bei ihren Untersuchungen der nördlichen Hemisphäre und der CO² Belastung hergestellt. Für die Studien wurden tausende Simulationen mit aktueller und einer CO² Konzentration auf dem Stand von 1900 angestellt.
Die Wissenschaftler der Universitäten von Edinburgh und Oxford drücken sich vorsichtig aus, stellen aber einen deutlichen, statisch relevanten Zusammenhang zwischen Regenmenge und CO² Belastung dar. Die Wahrscheinlichkeit extremer Wetterbedingungen ist im letzten Jahrzehnt stark gestiegen und lässt sich nicht durch die üblichen Wetter - Variablen erklären. Ihren Analysen zufolge erhöht sich bei erhöhter CO² Emission in 90% der Fälle die Wahrscheinlichkeit einer Flut durch extreme Regenfälle um mindestens 20%.
Dies wiederum bringt die Versicherungen auf den Plan. Ein nicht in den Studien involvierter wissenschaftlicher Kollege meint dazu: „This has an immense importance not just as a further justification for emissions reduction, but also for adaptation planning. “ ["Das hat eine immense Bedeutung, nicht nur als weitere Beleg für die Notwendigkeit zur Reduzierung von Treibhausgasen, sondern auch in der Planung wie damit umgegangen werden muss" - Michael Oppenheimer, Princeton University)
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