Immobilien-Kapitalanlage und Holzinvestments - ein Vergleich
Bei der Auswahl einer Anlageform, die man als nachhaltige Geldanlage bezeichnen kann, steht der Anleger vor einer unglaublichen Vielfalt von Möglichkeiten. Viele Prospekte versprechen einen Wachstumsmarkt, eine ökologisch wertvolle Anlage, beschreiben die Nachhaltigkeit und bezeichnen speziell die von ihnen angebotene Anlageform als sozialverträglich und ökonomisch sinnvoll. Als „ungeübter“ Kapitalanleger sieht man sozusagen „den Wald vor lauter Bäumen nicht.“ Ist es die selbstgenutzte Wohnimmobilie, die vermietete Eigentumswohnung, die vermietete Wohnimmobilie in Berlin oder in anderen Ballungsräumen, die energetische Sanierung oder doch das Edelholzinvestment, das für die Zukunft als sichere und renditeträchtige Anlage zu bezeichnen ist?
Wer keine hochspekulativen Geschäfte mit Derivaten machen will oder direkt in Aktien investieren möchte, der wählt vielfach Fonds in der entsprechenden Anlageklasse. Andere Anleger bevorzugen sehr langfristige Anlageformen, die vielfach als sicherer angesehen werden, wenn es sich um Immobilien oder nachwachsende Rohstoffe, wie beispielsweise Holz handelt. Wird die Geldanlage Holz der Kapitalanlage Immobilie gegenübergestellt gibt es für beide Anlageformen eine Reihe von Vor- und Nachteilen, die es auszuwerten gilt.
Ist die Immobilie eine gute Geldanlage?
Wenn man die selbstgenutzte Immobilie meint, ist sie sicher für viele Menschen mit unteren oder mittleren Einkommen und geringen Vermögenswerten eine sinnvolle Kapitalanlage. Besonders wichtig erscheint die Immobilie als Altersversorgung, wenn man an geringe Renten denkt. Und nicht zu vergessen der „Peace of mind“. Also der eigene Seelenfrieden in den eigenen vier Wänden zu leben. Beides sind ein wichtige psychologisches Momente die für Immobilien als Kapitalanlage sprechen.
Es ist aber nicht nur die selbstgenutzte Immobilie, sondern auch die vermietete Eigentumswohnung, die zusätzlich zur Altersrente eine willkommene Zusatzeinnahme darstellt. Bei Immobilien aller Art ist die Lage das wichtigste Kriterium für hohe Wertstabilität, einen guten Wertzuwachs, eine gute Vermietbarkeit und einen ordentlichen Mietzins.
Kapitalanlage Immobilie oder Edelholz
Die Geldanlage in Holz sollte differenziert betrachtet werden. Es werden Beteiligungen angeboten, die mit Erträgen werben, von denen jeder Anleger träumt. Sind diese Renditen aber wirklich erzielbar oder handelt es sich nur um eine große Spekulation? Holz ist in unseren Breiten ein sehr langsam wachsender Rohstoff. Wo Holzinvestments hohe Erträge versprechen, ist beim Anbau von schnell wachsenden Tropenhölzern – aber eben in den Tropen. Wie kann ein Anleger in Berlin, Freiburg oder München überprüfen wie transparent, solide und erfolgversprechend eine Investition in Holz in Indonesien oder Brasilien ist? Wie steht es mit der Rechtssicherheit und politischen Stabilität in diesen fernen Ländern? Werden häufig beworbene Steuervorteile von der Finanzverwaltung dann wirklich anerkannt?
Hier sollten Anleger, dann ganz klar entscheiden welches Risikoprofil für sie das richtige ist. Möglichst hohe Rendite verbunden mit hohem Risiko oder ein vernünftiger Kompromiss aus Risiko und Ertrag?
Wer sich diese Frage klar beantwortet, dem wird die Entscheidung zwischen einem Investment in Tropenholz und einer Immobilien-Kapitalanlage leicht fallen.
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